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Osteoporose verhindern – Keine Chance für poröse Knochen

Übermäßigem Knochenschwund und damit erhöhter Knochenbruchgefahr kann man vorbeugen. Sorgen Sie frühzeitig für starke und elastische Knochen!

Wenn man älter wird, nimmt die Knochendichte naturgemäß ab. Schreitet der Abbau der Knochensubstanz übermäßig stark voran, spricht man von Osteoporose oder Knochenschwund. Menschen mit einer Osteoporose können sich ihre Knochen bereits bei alltäglichen Belastungen brechen. Vor allem Frauen jenseits der Wechseljahre sind betroffen, denn wenn die Östrogenproduktion nachlässt, schreitet der Knochenverlust verstärkt voran. Warnende Symptome gibt es anfangs kaum: Wenn Schmerzen auftreten, die Beweglichkeit eingeschränkt ist oder es zu Knochenbrüchen kommt, sind die Knochen meist schon instabil. Deshalb ist es wichtig, der Osteoporose frühzeitig vorzubeugen. Gesunde Ernährung und Sport können das Osteoporose-Risiko mindern und die Knochen stabil und beweglich halten.

Fakten

  • In Deutschland sind 26% der Bevölkerung über 50 Jahren von Osteoporose betroffen, insgesamt 7,8 Millionen Menschen: 6,5 Millionen Frauen und 1,3 Millionen Männer.
  • Von den 7,8 Millionen Osteoporose-Patienten erleiden jedes Jahr 4 bis 5% eine Fraktur. Vor allem im Bereich der Unterarme, der Oberschenkel, der Hüften und der Wirbelsäule treten Brüche häufig auf.
  • Der Knochenabbau ist Teil eines ganz normalen Alterungsprozesses, ungefähr ab dem 30. Lebensjahr nimmt die Knochendichte langsam ab. Frauen verlieren vom 40. Bis zum 70. Lebensjahr ca. 40% ihrer Knochenmasse, Männer in dem Alterszeitraum ca. 12%.
  • Das weibliche Hormon Östrogen bremst den Knochenabbau. Wenn bei Frauen in den Wechseljahren die Hormonproduktion nachlässt, schreitet der Knochenverlust deshalb verstärkt voran. Hormonpräparate können vorbeugen, sind aber durch ein erhöhtes Brustkrebs- und Herzinfarktrisiko bedenklich.
  • Zeichen eines übermäßigen Knochenschwundes können sein: „schmerzende Knochen" u.a. bei Knochenhautentzündungen, Rückenschmerzen, Schmerzen und Knochenbrüche bei harmlosen Anlässen, Veränderungen der Körpergestalt: Größenverlust von mehreren Zentimetern, Rundrücken oder sogar Buckelbildung, charakteristische Hautfalte am Rücken (so genanntes Tannenbaumphänomen).
  • Der wichtigste Risikofaktor für Osteoporose ist das Alter. Hinzu kommen Rauchen, mangelnde körperliche Aktivität, aber auch übertriebener Leistungssport, falsche Ernährung oder Diätkuren mit Vitamin- und Vitalstoffmangel (vor allem Kalzium und Vitamin D), Alkohol, Nikotin und Koffein in größeren Mengen, genetische Faktoren und früh einsetzende Wechseljahre.
  • Bei der Knochendichteuntersuchung gilt die Messung mit der DXA-Methode als Standard, daneben existiert die quantitative Ultraschallmessung, die jedoch nur eine Tendenz erkennen lässt, und moderne Verfahren der Computertomographie, die ein dreidimensionales Bild der Knochenstruktur liefern.
  • Eine Osteoporose ist nicht vollständig heilbar. Das weitere Fortschreiten der Krankheit kann aber durch eine Behandlung verzögert werden und eine deutliche Verbesserung des Krankheitsbildes bewirken.

Was Sie selbst tun können

Bewegung tut den Knochen gut: Schon regelmäßiges Spazieren gehen, Radfahren oder Schwimmen vermindern den Knochenabbau, denn die Knochen bleiben stabil, solange sie moderat belastet werden. Gut tut auch gezielte Gymnastik, um den Bewegungsapparat flexibel zu erhalten. Selbst wenn schon Brüche aufgetreten sind, ist es wichtig, die Muskulatur vorsichtig wieder aufzubauen und langfristig zu stärken.  

Ernährung für starke Knochen: Die Zufuhr der richtigen Ernährungs-Bausteine (Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente) sowie die Berücksichtigung des Säure-Basen-Haushalts sorgen für eine gesunde Knochensubstanz. Vor allem Kalzium- und Magnesium in Verbindung mit Vitamin D erfüllen eine Schutzfunktion gegen den Knochenabbau. Eine ausgewogene Ernährung mit täglich viel Gemüse, Salat und Früchten sowie pflanzliche Eiweiße (z.B. in Hülsenfrüchten oder Sojaprodukten) ist am effektivsten. Phosphate, z.B. in Fast-Food, Fertiggerichten, Cola und Wurst, Zucker und Koffein sollte man meiden, denn sie entziehen dem Körper Kalzium.

Sonnenlicht hält Knochen dicht: Vitamin D erfüllt eine Schlüsselfunktion für  den Knochenstoffwechsel. Um den Körper ausreichend zu versorgen, ist tägliche Bewegung im Freien unerlässlich. Mindestens 25% des Körpers sollte dabei direkt der Sonne ausgesetzt sein, also ohne Bekleidung. Im Sommer reicht eine halbe Stunde pro Tag, idealerweise zwischen 10 und 15 Uhr. Wer sich vorrangig in geschlossenen Räumen aufhält, sollte nach Rücksprache mit dem Arzt die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten in Erwägung ziehen. Auch mit künstlicher Sonne ist der Vitamin-D-Mangel nur selten zu bekämpfen, von Solarienbesuchen raten Experten dagegen ab.

Links

Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V. - Informationen zu Osteoporose und Kontakt zu örtlichen Selbsthilfegruppen.

Kuratorium Knochengesundheit e.V. - Seite der ältesten gemeinnützigen Patientenorganisation, die sich um die Knochengesundheit und das Krankheitsbild Osteoporose kümmert.

Netzwerk Osteoporose - Organisation für Patientenkompetenz e.V. zur Förderung von Selbsthilfe, Rehabilitationssport, Funktionstraining und Laienkompetenz.